Neues aus dem NÖK Hessen

Im Vorwort des Newsletter Q3/Q4 2025, dem bis dato letzten Newsletter des NÖK Hessen kurz vor dem Auslaufen der Förderperiode, hatten wir geschrieben: „Auch wenn diese Newsletterreihe nun vorerst endet, sind wir zuversichtlich, dass das Netzwerk nicht nur bestehen bleibt, sondern sich weiterentwickeln wird. Wir werden neue Wege finden, den Dialog und die Zusammenarbeit fortzusetzen, sei es in anderen Formaten oder mit neuen Schwerpunkten.“

Nun können wir freudig verkünden, dass das Netzwerk tatsächlich bestehen blieb und sich dank einer neuen zweijährigen Förderung durch das Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) weiterentwickelt und neue Schwerpunkte gesetzt hat. So sind Klimaschutz und Klimaresilienz noch stärker als bisher in den Fokus gerückt, beides Bereiche, die durch die humusfördernde Wirkung vom Komposteinsatz stark profitieren können.

Struktur des Netzwerk Landwirtschaft und Kompostwirtschaft in Hessen

Fortan vernetzt das NÖK Hessen nun auch die gesamte hessische Landwirtschaft, unabhängig von der Wirtschaftsweise, mit der hessischen Kompostwirtschaft, da sich die Bedeutung von Humusaufbau und regionaler Ressourceneffizienz nicht nur auf den Ökolandbau beschränkt. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass wir den Hessischen Bauernverband als neuen Partner für die Akteursgruppe des NÖK Hessen gewinnen konnten.

Mittlerweile ist auch in Baden-Württemberg (BW) ein NÖK in die Umsetzung gegangen und hat dort in allen Arbeitsbereichen kräftig Fahrt aufgenommen. Koordiniert wird das NÖK BW durch die erfahrene Projektgemeinschaft aus Witzenhausen-Institut GmbH und ISA – Ingenieurbüro für Sekundärrohstoffe, Abfall- und Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit dem regionalen Partner Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e.V. (AÖL), dem Dachverband der baden-württembergischen Ökoverbände.

Dabei kommt der bereits bestehenden Vernetzung mit vielen relevanten Akteuren in Baden-Württemberg eine große Bedeutung zu. Diese Vernetzung war jedoch nicht einfach vorhanden, sondern wurde beständig in den vergangenen Jahren in den Vorgängerprojekten zum NÖK BW aufgebaut, so wie das auch in Hessen der Fall war.

Dies nehmen wir zum Anlass, einmal auf die Hintergründe des NÖK BW, auch im Kontext der Entwicklung von NÖKs in anderen Bundesländern, zu schauen (Seite 3) und einen Überblick über diese Entwicklung sowie den derzeitigen Stand in Deutschland darzustellen (Seite 5).

In Bezug auf Termine und Veranstaltungen (siehe unten) werden sich die beiden landesweiten NÖKs in Hessen und Baden-Württemberg eng vernetzen, sodass auch hessische Akteure die Möglichkeit haben Veranstaltungen in Baden-Württemberg zu besuchen und umgekehrt.

Rückblicken kann das NÖK Hessen seit dem Erscheinen des letzten Newsletters (Q3/Q4 2025) unter anderem auf:

  • die Organisation und Durchführung des „Praxisforums Kompost“ im Rahmen des 37. Kasseler Abfall- und Ressourcenforums mit vier spannenden Vorträgen zur Gütesicherung, zum NÖK BW, zur Kompostvermarktung und zum Komposteinsatz im Hinblick auf fruchtbare, gesunde und resiliente Böden (Seite 8)
  • die Teilnahme an der WITA 2026 – 18. Wissenschaftstagung ökologischer Landbau mit einem Vortrag und einem Fachartikel zum Thema „Eignung, Potentiale und Nutzung von Sekundärrohstoffdüngern für den Ökolandbau“.