Hotspot Komposte auf den Öko-Feldtagen 2022

Der „Hot-Spot Komposte“ auf den Öko-Feldtagen hat auf 500 m² Indoor-/ Outdoor-Ausstellungsfläche und über alle drei Veranstaltungstage hinweg vielfältige Elemente und Aktivitäten integriert:

  • Demoparzellen, Poster zu Projektergebnissen und Modellkomposte „zum Anfassen“
  • 11 offizielle Führungen und Poster-Sessions im Rahmen unseres Programms, der zusätzlichen Führungen von Interessentengruppen der BLE sowie in Bezug auf den Klimastützpunkt
  • 19 Vorträge im Rahmen des Kompostforums
  • einen Praxisworkshop
  • 4 Messestände von F u. E- bzw. Vernetzungsprojekten und Gütesicherungsorganisationen im Kompostierungsbereich sowie
  • natürlich den Wissenstransfer an zahlreiche Einzelpersonen mit Informationsbedarf

Wir haben uns bemüht, mit diesem Konzept des „Hot-Spot Komposte“ neuste Forschungsergebnisse mit wichtigen Grundlageninfos zu verknüpfen und ebenso die vielfältigen Erfahrungen der Betriebe in Form von Praxisberichten einzubeziehen. Diese an der Praxisumsetzung orientierte Herangehensweise hat eine große und positive Resonanz gefunden, was uns sehr freut. Spannend fanden wir auch die meist sehr intensiven Diskussionen sowohl bei den Führungen als auch im Anschluss an die Vorträge im Kompostforum, das nun schon zum dritten Mal auf den Öko-Feldtagen stattgefunden hat.

Kompostforum

Im Rahmen des Kompostforums wurden insgesamt 19 Vorträge von namhaften Persönlichkeiten verschiedenster Universitäten und Ökolandbau-Verbänden sowie aus der Kompostwirtschaft und der Ökolandbau-Praxis gehalten.

Der 28. Juni stand unter dem Motto „Kompostierung und Komposte: Eine wichtige innerbetriebliche Ressource im Ökolandbau und
Neues aus der Forschung:

  • Das BÖLN-Projekt OptiKG zur Kleegraskompostierung und
  • Das BÖLN-Projekt ProBio zum Einsatz von Biogut- und Grüngutkomposten im Ökolandbau

Dr. C. Bruns, FÖL d. Univ. KasselKompostierung im Ökolandbaubetrieb am Beispiel von Kleegras, Festmist und Grüngut –
das BÖLN-Projekt OptiKG
J. Pfänder, Pfänderhof Praxisbericht: Kompostierung von Festmist und Kleegras im Ökolandbaubetrieb
B. Schreyer, Schloss Gut ObbachPraxisbericht: Eigenkompostierung und Düngerwirtschaft mit Kompost
Dr. U. Zerger, Stiftung Ökologie & LandbauDas Projekt „VELKO“ – Verbund landwirtschaftliche Kompostierung
Dr. L. Chmelikova, TU MünchenThemeneinführung Projekt „ProBio“ und Ergebnisse der Feldversuche
Dr. P. Lampert, GreenSurveyTreiber und Barrieren des Komposteinsatze aus Sicht der Landwirte – Ergebnisse einer
bundesweiten Umfrage im Projekt “ProBio“
T. v. d. Saal, RGK BayernAnlagenoptimierung zur Herstellung von Premium-Biogut- und Grüngutkomposten für den Ökolandbau
im Projekt „ProBio“

Am 29. Juni 2022 drehten sich die Vorträge um die Themen:

  • Qualität von Komposten und Gütesicherung
  • NÖKs – Netzwerke Ökolandbau und Kompost
F. Schwarz / M. Thelen-Jüngling,
Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (BGK)
Vorstellung der RAL-Gütesicherung der BGK für Biogut- und Grüngutkomposte im Ökolandbau
E. Pieringer, NaturlandDie Richtlinien von Bioland und Naturland für den Einsatz von Biogut- und Grüngutkomposten
im Ökolandbau
R. Gottschall, Ingenieurbüro für
Sekundärrohstoffe, Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Passt das überhaupt?
Qualität und Eignung von Biogut- und Grüngutkomposten für den Ökolandbau
T. Treis, Vereinigung Ökologischer Landbau in
Hessen e. V.
Externe Dünger: Braucht der Ökolandbau die Biogut- und Grüngutkomposte überhaupt?
Dr. F. Richter, Witzenhausen Institut für Abfall,
Umwelt und Energie GmbH
NÖK-Projekte in Deutschland: Gründe, Bedarf und Stand – eine Übersicht
T. Raussen, Witzenhausen Institutür Abfall,
Umwelt und Energie GmbH
Das Netzwerk Ökolandbau und Kompost (NÖK) Hessen als bundesweites
Leuchtturmprojekt
M. Kanzler, Reterra Humuswerk Main-SpessartRegionalnetzwerk Main-Spessart: über 10.000 m³ Premium-Biogutkomposte für den Ökolandbau jährlich – ein Praxisbericht

Der 30. Juni 2022 – der letzte Tag der Öko-Feldtage 2022 – stand ganz im Zeichen des Themas „Klimaschutz“:

  • Komposte im Ökolandbau: Nutzen, Anwendung, Torfersatz und Klimaschutz

sowie einer abschließenden Diskussion und um die Beiträge des Kompostforums

Dr. W. Niether, Univ. GießenKompostmanagement für eine klimaresiliente, ökologische Landwirtschaft
F. Hoffarth, Naturlandbetrieb EselsmühleRessourceneffizienz und Schließung von Nährstoffkreisläufen durch den langjährigen
Einsatz von Biogutkomposten 
Prof. Dr. K.-J. Hülsbergen, TU MünchenWirkungen von Komposten auf die Humusversorgung, C-Sequestrierung
und Klimaresilienz im Ökolandbau
Prof. Dr. B. Wilhelm, FH Erfurt /
A. Frankenberg, Bioland
Klimaschutzaspekte von Torfersatz und Komposteinsatz in Kultursubstraten
für Kräutertöpfe im Ökolandbau – das Projekt TerÖko
Dr. C. Bruns, FÖL d. Univ. KasselKomposte als multifunktionale Bodenverbesserungsmittel zur Steigerung der Klimaresilienz^

Poster-Sessions

Im Rahmen der Poster-Sessions gab es insgesamt 11 offizielle Führungen zu den drei Bereichen: BÖLN-Projekte OptiKG, NÖK Hessen und Klimaresilienz:

Poster-Session zum Netzwerk Ökolandbau und Kompost Hessen:

Struktur des Netzwerk Ökolandbau und Kompost Hessen
Deckung des externen Nährstoffbedarfs im Ökolandbau durch Komposte

Poster-Session: Komposte und Klima

Biogut- und Grüngutkomposte im Ökolandbau: Humusaufbau – Bodenverbesserung – Klimaresilienz der Böden

Eignung von Komposten als Torfersatz

Poster-Session: Das BÖLN-Projekt ProBio

Untersuchungen zur optimalen Produktion und pflanzenbaulichen Verwertung von Biogut und Grüngutkomposten im ökologischen Landbau (ProBio)
Untersuchungen und Analysen zur Kompostwirkung im Ökolandbau (ProBio)
Untersuchungen und Analysen zur Kompostwirkung im Ökolandbau (ProBio)

Poster-Session: Das BÖLN-Projekt Opti-KG

Optimierung der internen Kleegrasverwertung in viehlosen Ökobetrieben – Beschreibung des Projektes Opti-KG
Optimierung der internen Kleegrasverwertung in viehlosen Ökobetrieben – Welche Bedingungen und Stellschrauben sind für eine Nährstoffverlust-Minimierte Kleegraskompostierung erforderlich?

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