WITA 2026 – 18. Wissenschaftstagung ökologischer Landbau

Die Wissenschaftstagung ökologischer Landbau (WITA) ist im Dreiklang der großen, bundesweiten Veranstaltungen des Ökolandbaus in Deutschland (Biofach, Ökofeldtage und WITA) das Forum, das alle zwei Jahre umfassend die neusten Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung für den und im ökologischen Landbau präsentiert.  

Die 18. WITA fand vom 03. bis 06. März 2026 an der Universität Bonn unter dem Motto „Widerspruch begegnen – viele Antworten, ein Ökolandbau“ statt (https://wissenschaftstagung.de/18-wissenschaftstagung-2026/).  Wesentliche Themenblöcke waren u. a. Bodenfruchtbarkeit und Düngung, Bodengesundheit, diverse Themen des Pflanzenbaus und der Tierhaltung, effiziente Anbausysteme und Mischkultursysteme, sowie Nährstoffmanagement und Ressourcenschutz. Aber auch Sessions zu Ernährungssystemen und -alternativen wurden angeboten. Wertschöpfungs­ketten sowie sozioökonomische Themen und die soziale Landwirtschaft waren ebenfalls Bestandteil der Veranstaltung.


Die Beiträge wurden größtenteils in Form von Vorträgen mit anschließender Diskussion präsentiert. Darüber hinaus gab es eine große Postersession und Workshops zu verschiedenen Themen. Besonders spannende Themenfelder für das NÖK Hessen waren: „Bodenfruchtbarkeit und Düngung“ bzw. „Bodenfruchtbarkeit und Kompost“ sowie „Nährstoffmanagement und Düngung“. Im letztgenannten Vortragsblock hielt Ralf Gottschall, der mit dem ISA-Ingenieurbüro für Kreislaufwirtschaft auch Teil der Koordinierungsstelle des NÖK Hessen ist, einen Vortrag zu den Möglichkeiten, Potentialen aber auch Grenzen einer Integration betriebsexterner „Sekundärrohstoffdüngerin den Ökolandbau . Dieser Beitrag präsentierte weitgehend die Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen F u. E-Projektes „ProBio“ zu Bioabfall- und Grüngutkomposten sowie zu flüssigen Gärprodukten aus Bioabfällen beim Einsatz im Ökolandbau.

Ralf Gottschall auf der WiTa 2024 im Gespräch mit Vertretern aus dem BÖL-Projekt TerÖko

Neben Qualitäts- und Potentialanalysen sowie Vorschlägen zu einer Gütesicherung für flüssige Gärprodukte im Ökolandbau war dabei im Kompostbereich die Auswertung der Daten aus den fünf Praxisanlagen zur Bioabfallkompostierung von besonderem Interesse, die als „Modelle“ Teil des Projektes “ProBio” waren. Diesbezüglich wurde unter anderem deutlich, dass es durchaus möglich ist, mit einem Bündel von Optimierungsmaßnahmen die bereits zuvor schon guten Kompostqualitäten solcher Anlagen weiter zu verbessern und so auch die Eignung der Komposte für den Ökolandbau aus der entsprechenden Anlage noch erheblich zu steigern (Abb. 1).

Abb. 1: Steigerung der Eignung der von fünf Modellkompostierungsanlagen im Projekt „ProBio“ hergestellten Bioabfallkomposte für den ÖLB im Vergleich zur mittleren Komposteignung für den ÖLB aller deutschen Kompostierungsanlagen nach Gütesicherung RAL-GZ 251 der BGK

Interessiert an weiteren Infos zum Thema? Hier geht es zum Vortrag von Ralf Gottschall:

Eignung, Potentiale und Nutzung von „Sekundärrohstoffdüngern“ für den Ökolandbau