Fachinformationsveranstaltung „Ökokompost Baden-Württemberg“

Am 28.10. 2022 fand in Radolfzell und Singen die abschließende Fachinformationsveranstaltung des Projektes „Ökokompost Baden-Württemberg“ statt, die seitens der Umweltakademie Baden-Württemberg organisatorisch unterstützt und seitens der LUBW moderiert wurde. Kompetente Referenten gaben bei der eintägigen Veranstaltung mit 65 Teilnehmern am Vormittag einen Überblick zur Entwicklung von Ökolandbau und Kompostwirtschaft in Baden-Württemberg sowie eine Bewertung der Ökolandbauverbände bezüglich der Unterstützung von Bodenfruchtbarkeit und weiterem Wachstum des Ökolandbaus durch den Komposteinsatz. Neue Erkenntnisse und „Best Practice-Beispiele“ aus dem zweiten Jahr des Projektes „Ökokompost Baden-Württemberg“ wurden seitens der Projektgemeinschaft ISA/Witzenhausen Institut präsentiert sowie Praxiserfahrungen zu Kompostproduktion und Komposteinsatz aus der Kreislaufwirtschaft und dem Ökolandbau berichtet.

Für den Auftraggeber des Projektes „Ökokompost Baden-Württemberg“, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM), hob der Leiter des Referates Kreislaufwirtschaft, Herr Kneisel, die Bedeutung der hochwertigen Verwertung von Biogut- und Grüngutkomposten im allgemeinen sowie die Relevanz des Komposteinsatzes im Ökolandbau im Besonderen hervor. Das Land wolle, so Kneisel „zukünftig noch mehr Biogut und Grüngut einer energetisch-stofflichen Kaskadenverwertung zuführen, die Produktqualitäten weiter verbessern und den Komposteinsatz im Ökolandbau stark fördern“. Den Schlusspunkt des theoretischen Teils der Veranstaltung setzte Prof. Dr. Hülsbergen von der TU München mit seinem Keynotevortrag zum Themenbereich „Humusakkumulation, Bodenfruchtbarkeit, Klimaresilienz und Klimaschutz durch den Komposteinsatz“. Anhand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen zeigte er insbesondere die hohen Potentiale der C-Sequestrierung und damit die positiven Effekte auf den Klimaschutz durch den Komposteinsatz auf. Einen Teil der Vorträge der Veranstaltung finden Sie hier direkt im Anschluss

Am Nachmittag bildete eine Führung und der intensive Austausch der Teilnehmer*innen auf der kombinierten Vergärungs- und Kompostierungsanlage der Reterra Hegau Bodensee GmbH in Singen den Abschluss der Veranstaltung. Von dieser Anlage aus werden in einem „Regionalnetzwerk Ökokompost“ sehr erfolgreich hohe Mengen verschiedener Kompostprodukte an 28 Betriebe des ökologischen Landbaus in der Region vermarktet.

Das Vortragsprogramm

Dr. A. Butz, Referatsleiter Ökolandbau, LTZ AugustenbergBedeutung und Entwicklung des ökologischen Landbaus in Baden-Württemberg
C. Zimmer, GF Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e. V. (AÖL)Ein gesunder humusreicher Boden für hochwertige Produkte im Ökolandbau und die Bedeutung von Komposten dafür
G. Balthasar, Vorstand Gütegemeinschaft Kompost Region Süd e.V. (GKRS)Komposte für den Ökolandbau: Die Gütegemeinschaft Kompost Region Süd (GKRS) und ihre RAL-Gütesicherung für Biogut- und Grüngutkomposte
R. Gottschall, GF Ingenieurbüro für Sekundärrohstoffe (ISA)Ergebnisse des Projektes „Ökokompost Baden- Württemberg“ und „Best-Practice Beispiele“
Mika Duttlinger, Hinterberghof Mauenheim, ImmendingenhenPraxisbericht: Kompostverwertung im Biolandbetrieb
U. Steinborn (GF), P. Weber, Reterra Hegau Bodensee GmbHKomposte für den Ökolandbau aus der kombinierten Vergärungs- und Kompostierungsanlage Singen
Prof. Dr. K.-J. Hülsbergen, Lehrstuhl ökologischer Landbau und Pflanzenbausysteme, TU MünchenWirkungen von Komposten auf die Humusversorgung, C-Sequestrierung und Klimaresilienz im Ökolandbau

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